Förderung unternehmerischen Know-hows

Das Thema Fördermittel ist für Unternehmen in vielen Bereichen ein interessantes Thema. Für den Bereich der geförderten Unternehmensberatungen bedeutet dies für die Unternehmen vor allem auch eine geringere Schwelle, professionelle Unterstützung in wirtschaftlichen Fragestellungen hinzuzuziehen. Nach dem Auslaufen der hierfür maßgeblichen Richtlinien zum 31.12.2013 gab es bis zum 31.12.2015 zahlreiche Übergangsregelungen, die letztlich auf eine Fortführung der alten Programme hinausliefen. Zum Jahreswechsel erfolgte die lang erwartete Neuregulierung. In dem heutigen Beitrag befassen wir uns mit dem wichtigsten Programm auf Bundesebene.

Seit dem 01.01.2016 fasst der neue Beratungszuschuss „Förderung unternehmerischen Know-hows“ die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-AroundBeratung“ und „Runder Tisch“ bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zusammen.

Das Förderprogramm richtet sich auschließlich an bestehende Unternehmen. Für Beratungen vor einer Gründung bieten die Bundesländer Zuschüsse zu den Beratungskosten für die Vorgründungsphase an.  Zu diesen Programmen wird es alsbald einen einen Beitrag auf unserem Blog geben.

Innerhalb des Programms „Förderung unternehmerischen Know-hows“ werden verschiedene Beratungsmöglichkeiten angeboten. Dabei werden die Unternehmen nach den jeweiligen Besonderheiten klassifiziert: Jungunternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind, Bestandsunternehmen, ab dem dritten Jahr nach der Gründung und Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter, die sogenannten Unternehmen in Schwierigkeiten. Die Unternehmen müssen der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen wird im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert:

Allgemeine Beratungen

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmenssicherungsberatung

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung einer Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden, Seminare oder Workshops werden nicht berücksichtigt.

Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Die Bemessungsgrundlage beträgt für Jungunternehmen 4.000,00 €, für Bestandsunternehmen 3.000,00 € und für Unternehmen in Schwierigkeiten 3.000,00 €. Die Fördersätze unterscheiden sich – außer bei der Unternehmenssicherungsberatung für Unternehmen in Schwierigkeiten – nach dem Sitz des Unternehmens: dabei gilt ein Satz von 80 % für neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % Region Lüneburg, sonst 50 %, und 90 % Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig von Alter und Standort.

Die BOISSIER consulting LLP ist ein akkreditiertes Beratungsunternehmen der BAFA  (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch zu den für Sie passenden Fördermöglichkeiten.